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Jahreszeiten

von Ellen Schmieg

Von jetzt an, solange die Erde besteht, soll nicht aufhören:
Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht

 

 

Dieser Vers aus der Bibel (1.Mose 8,22) beschreibt wunderbar den Wechsel der Jahreszeiten. Er war ein Versprechen Gottes an Noah nach der Sintflut, dass ER selbst Sorge tragen würde, dass diese Dinge, die wir heute als Naturgesetze bezeichnen, weiterhin in ihrer gewohnten Abfolge eintreffen.

In diesen kalten Tagen, habe ich mich oft nach wärmeren Wetter gesehnt, obwohl ich doch auch immer den Gedanken im Hinterkopf hatte, dass ich mich im Sommer, als es so furchtbar heiß war, so sehr nach kühlerem Wetter gesehnt hatte. Kennen Sie dieses Gefühl? Scheinbar kann man es uns nie recht machen. Und dennoch ist es tröstlich, zu wissen, dass auf die Kälte wieder die Wärme folgt und, dass es auf die Hitze auch wieder kühlere Tage geben wird. Genauso, wie morgens die Sonne aufgeht und abends wieder unter. Der Kreislauf des Lebens.

Aber dieses Versprechen Gottes, bezieht sich nicht nur auf Naturgesetze, sondern auch auf unser Leben. Auf dunkle Zeiten in unserem Leben werden auch wieder schöne Zeiten folgen, wie der Tag der Nacht. Sicher, man könnte jetzt sagen, im Folgeschluss heißt dass dann ja auch, dass auf gute Zeiten auch wieder schlechte folgen werden. Und ja, es wird so sein. Es bleibt leider nicht aus. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass es einen immer dann am Härtesten trifft, wenn es einem gerade einmal ein klein wenig gut geht. Meine Mutter sagte in solchen Situationen immer auf gut schwäbisch "es derf oim hald net zu wohl werre!"

Aber wie schön zu wissen, dass Gott, der sich sogar um die Abfolge in der Natur kümmert, sich auch um uns sorgt und uns nicht allein lässt in unseren dunklen, kalten Zeiten. Sondern uns durch hilft und es wieder Tag werden lässt.

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